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Interview mit Frau Dr. Zipf-Pohl zum Thema Schneeblindheit

Dr_zipf-pohl

Redaktion:
Frau Dr. Zipf-Pohl, was kann man als Erste-Hilfe-Maßnahmen im Fall einer Schneeblindheit selber unternehmen?

Frau Dr. Zipf-Pohl:
Betroffene Person vor weiterer Strahlung schützen, im Dunkeln aufhalten und zusätzlich eine Sonnenbrille tragen, kühlende Kompressen, keine Kontaktlinsen tragen und möglichst schnell einen Augenarzt aufsuchen.

Redaktion:
Wie schnell heilt eine aktinische Keratopathie ab?

Frau Dr. Zipf-Pohl:
In der Regel sollten die Symptome in zwei bis drei Tagen abklingen.

Redaktion:
Gibt es außer Schnee und Sonnenschein auch andere Auslöser für diese Augenverletzung?

Frau Dr. Zipf-Pohl:
Vergleichbare Verletzungen können durch künstliche Lichtquellen ausgelöst werden, wie z. B. UV-Lampen im Solarium und Schweißgeräte.

Redaktion:
Werden beim Heilungsprozess Medikamente eingesetzt?

Frau Dr. Zipf-Pohl:
Bei der Behandlung einer aktinischen Keratopathie werden antibiotische Augensalben oder Tropfen, feuchtigkeitsspendende und benetzende Salben und Gels eingesetzt. Um die Hornhautregeneration optimal zu unterstützen, können auch
Schmerzmittel für die Augen notwendig sein. Wichtig ist, eine Sekundärinfektion des Auges zu verhindern, da es jetzt besonders anfällig ist.

Redaktion:
Kann die Schneeblindheit zu bleibenden Schäden am Auge führen?

Frau Dr. Zipf-Pohl:
Bei falscher Behandlung sind bleibende Schäden nicht ausgeschlossen. Die Hornhaut kann vernarben, was zu einer bleibenden Sehstörung führen kann. Bei dauerhafter Belastung mit Ultraviolettstrahlung kann sich auch ein Grauer Star entwickeln. Dieser kann dann nur operativ behoben werden.

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