Venividi - Ärzte für Augenheilkunde Venividi - Ärzte für Augenheilkunde

Mit Sportbrille und Kontaktlinsen sicher auf die Piste

Media_httpaugenvenivi_lfeny

Das Klima in luftiger Höhe stellt die Augen vor besondere Herausforderungen. Erhöhte UV-Strahlung, geringe Luftfeuchtigkeit und Sauerstoffmangel können ohne entsprechenden Schutz zu Schneeblindheit oder trockenen Augen führen. Eine Skisportbrille schützt die empfindlichen Sinnesorgane und lässt weder eisigen Fahrtwind noch gefährliche UV-Strahlen durch.

Egal ob Masken-, Sport- oder Sonnenbrille – Kontaktlinsen passen unter jede Brille und haben den Vorteil, dass sie beim Wechsel zwischen Abfahrt und Hütte nicht beschlagen. Für ausgedehnte Aufenthalte an der frischen Bergluft ist es empfehlenswert, Kontaktlinsen mit extra langen Tragezeiten zu nutzen und auf eine entsprechende Benetzung zu achten. Denn ähnlich wie die Haut brauchen die Linsen im Winter einen Tick mehr Pflege – gerade sportlich aktive Kontaktlinsenträger sollten an eine regelmäßige Proteinentfernung und Reinigung denken.

Auch für die Linsenträger unter den Wintersportlern empfiehlt es sich, eine Sportbrille mit optischer Korrektur zumindest im Gepäck zu haben. Denn bei trockener Berg- und Heizungsluft steht einem der (Seh-)Sinn schon mal nach Abwechslung für die Augen. Spätestens wenn sich eine Erkältung ankündigt, haben die Kontaktlinsen Winterpause. Bei Husten oder Schnupfen sollten die Hände von den Augen ferngehalten werden, da sonst Keime zu Entzündungen der Sehorgane führen können.

(KGS)

 

Müde Augen im Straßenverkehr

Media_httpaugenvenivi_aacav

Fahren bei Dunkelheit ist anstrengend, aber es gibt Entspannungsübungen für die Augen. Bei längeren Fahrten in der Dunkelheit sollten Fahrer öfter kurze Pausen einlegen. Das hilft nicht nur bei der Konzentration, sondern gibt auch den Augen Gelegenheit zum Entspannen. Mehrere kürzere Pausen sind besser als eine lange Rast.

Ein leichtes Massieren der Augengegend mit den Handballen ist Wellness für strapazierte Augen. Halten Sie Ihre Augen mehrmals einige Sekunden leicht geschlossen und öffnen Sie sie dann langsam wieder, wie morgens beim Aufwachen.
Wenn Ihre Augen von der Anstrengung trocken, gerötet oder gereizt sind, können im Einzelfall Augentropfen oder andere Medikamente Linderung verschaffen. Überprüfen Sie aber bitte unbedingt, ob Sie mit diesen Mitteln anschließend noch fahrtüchtig sind!

 

Zwischendurch mal zwinkern#trockene Augen

Media_httpaugenvenivi_vfjct

So bleiben die Augen im Winter gesund

Die Winterzeit macht der Haut und den Augen zu schaffen. Für den Teint gibt es gute Feuchtigkeitscremes, aber wie kann man der Horn- und Bindehaut der Augen helfen, wenn sie durch Heizungsluft ausgetrocknet wird? Oder mit dem Wechsel zwischen kalten Außentemperaturen und gut geheizten Innenräumen zurechtkommen müssen?

Häufig reicht schon regelmäßiges Stoßlüften, um die Augen zu schonen. Auch Wasserschalen auf den Heizkörpern tragen zu einer ausgewogenen Luftfeuchtigkeit bei. Zugluft sollte man tunlichst vermeiden, denn sie kann die Augenoberfläche reizen und ihr zusätzlich Feuchtigkeit entziehen. Wenn die Augen bereits gestresst sind, reagieren sie übrigens noch empfindlicher auf einseitige Belastungen wie etwa langes Arbeiten am Bildschirm. Regelmäßige Pausen und bewusst häufiges Zwinkern sind daher Pflicht.

Mit der Sonne sollte man im Winter besonders aufpassen. Beim Wintersport sollte man immer an den passenden Sonnenschutz für die Augen denken. Gerade in den Bergen ist ein optimaler Schutz wichtig, da die Intensität der Sonnenstrahlung mit der Höhe zunimmt. Außerdem schützt eine gute Sonnenbrille vor der frostigen Zugluft bei der Abfahrt. Wer seine Augen schutzlos Wind und Wetter aussetzt, dem drohen Entzündungen der Horn- oder der Bindehaut. Langfristig können die UV-Strahlen außerdem die Linse eintrüben und das Sehvermögen einschränken.

Besonders gefährdet sind die Augen, wenn Schnee liegt, denn dieser reflektiert bis zu 95 Prozent des Lichtes. Einen optimalen Sonnenschutz gewährleisten Sonnenbrillen mit Breitband-UV-Schutz und einem passgenauen Gestell. Ganz wichtig ist, dass die Brille das CE-Zeichen trägt. Es garantiert, dass das Modell den in Europa gültigen Qualitätsanforderungen entspricht. Ein ausreichender Seitenschutz schützt die Augen vor seitlich einfallender UV-Strahlung.

 

Vitamin A #Vitamin-Geschichten

Media_httpaugenvenivi_yebjc
Ohne dieses Vitamin tappten wir alle im Dunkeln

Unser Augenlicht ist von Vitamin A abhängig, denn Retinol, so die chemische Bezeichnung, ist Bestandteil des ,,Sehpurpurs“ Rhodopsin. In den Stäbchenzellen der Retina zerschlägt jeder Lichtimpuls ein Rhodopsin-Molekül in das Protein Opsin und Retinal und ermöglicht uns über eine Kaskade von Reaktionen, Licht zu sehen.

Fehlt Vitamin A oder dessen Vorstufe Beta-Carotin im Speiseplan, können wir Hell und Dunkel nicht mehr unterscheiden und unsere Sehkraft schwindet schleichend – zuerst in der Dämmerung oder bei schlechten Lichtverhältnissen, daher der Name Nachtblindheit. Diese wurde im Gegensatz zu den weniger spezifischen Symptomen eines Vitamin-A-Mangels (wie trockenen Schleimhäuten und schuppiger Haut) schon früh als eine Krankheit beschrieben, die mit speziellen Lebensmitteln geheilt werden konnte.
Schon 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung behandelte man in Ägypten Nachtblinde mit Leber. Das wissen wir aus einem ,,Schnäppchen“, welches ein gewisser Georg Ebers im vorletzten Jahrhundert von Grabräubern zum Dumping-Preis erwarb. Seine 18 Meter lange Papyrusrolle mit dem medizinischen Wissen der ägyptischen Hochkultur enthält allein 100 Rezepte zur Behandlung von Augenkrankheiten. Zielsicher setzten die Mediziner von einst bei Nachtblindheit das effektivste Lebensmittel gegen Retinol-Mangel ein – natürlich ohne je von Vitamin A gehört zu haben: Man solle Leber essen und die Pupillen mit Rinderfett ölen, lautete die Empfehlung. Der erste Teil dieser Behandlungsmethode überdauerte – zumindest im Prinzip – immerhin 3500 Jahre Medizingeschichte.

Vitamin A kommt hauptsächlich in Fleisch, Milch und Eiern vor – alles Lebensmittel, die sehr armen Bevölkerungsschichten in der Regel nicht zur Verfügung stehen. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts kam es auch in Deutschland zu Mangelkrankheiten aufgrund der schlechten Vitamin-A-Versorgung. Ein prominentes Beispiel ist der Schriftsteller Karl May, der in seiner frühen Kindheit wahrscheinlich aufgrund eines Vitamin-A-Mangels erblindete.
May schreibt in seiner Autobiografie: ,,Daß ich kurz nach der Geburt sehr schwer erkrankte, das Augenlicht verlor und volle vier Jahre siechte, war nicht eine Folge der Vererbung, sondern der rein örtlichen Verhältnisse, der Armut, des Unverstandes und der verderblichen Medikastereil*, der ich zum Opfer fiel. Sobald ich in die Hand eines tüchtigen Arztes kam, kehrte mir das Augenlicht wieder, und ich wurde ein höchst kräftiger und widerstandsfähiger Junge.“ Mit fünf Jahren gewann der Winnetou-Erfinder sein Augenlicht zurück, möglicherweise weil ein Dresdener Spezialist Lebertran empfahl.

Obwohl wir heute über die Bedeutung von Vitamin A für die Sehkraft, die lnfektabwehr und die frühkindliche Entwicklung gut informiert sind, bleiben die Folgen des Vitamin-A-Mangels in vielen Ländern der Dritten Welt ein Problem. Hilfsorganisationen verteilen Vitamin-A-Tabletten und Gentechniker kreieren Gewächse, die sich selbst mit Beta-Carotin anreichern. Ihr ,,goldener Reis“ soll auch den Menschen das Augenlicht bewahren, die auf geschälten Reis als billige Einheitskost angewiesen sind. Es wird allerdings noch darum gestritten, ob ,,Hightech“-Pflanzen gesunde Mischkost ersetzen sollten.
Erste Hinweise deuten an, dass Vitamin A auch der Gesundheit der freiwillig fehlernährten Bewohner der lndustrienationen förderlich sein könnte: Kürzlich veröffentlichte Untersuchungen an Fettgewebszellen zeigen, dass Vitamin A die Produktion eines Stoffs namens Resistin hemmt, der mit der lnsulinresistenz in Verbindung gebracht wird. lnsulinresistenz begünstigt Übergewicht und die Entwicklung von Diabetes. Die Zunahme der lnsulinresistenz in unserer Bevölkerung stellt ein großes Problem dar. Weitere Studien sollen nun klären, ob eine optimale Vitamin-A-Versorgung evtl. das Diabetesrisiko senken kann.

*Medikasterei: Kurpfuscherei

Quelle: Hans Konrad Biesalski; Daniela Kleiböhmer; Raymond Côme: Vitamin-Geschichten, Orthomol Herausgeber, 2005/2006
ISBN-10: 3-00-018902-5
ISBN-13: 978-3-00-018902-9

 

Illusionen fürs Auge#optische Täuschung

Media_httpaugenvenivi_xhcgh

Mit optischen Täuschungen spielt die Kunst schon lange

Illusionen zu malen war in der Renaissance besonders beliebt. Da schaute man durch aufgemalte Fenster auf Landschaften, die es gar nicht gab. Blickte in Kuppeln, die nur durch geschicktes Gestalten der Perspektiven dem Betrachter Tiefe und Weite vorgaukelten, ohne wirklich vorhanden zu sein.

Media_httpaugenvenivi_jfano

„Trompe l’oeil“ – täusche das Auge – hieß diese Kunst, die mit raffinierter perspektivischer Darstellung eine nicht vorhandene Räumlichkeit vortäuschen konnte. Unklare Raumzuschnitte sollten so optisch verbessert, Räume zum Ruhme des Auftraggebers geschickt vergrößert werden. Die Entdeckung der Perspektive und neue Erkenntnisse im Bereich der Optik machten das illusionistische Malen möglich.

Aber nicht nur in der Malerei, auch bei Skulpturen gibt es verblüffende Formen der optischen Täuschung wie z. B. die Marmorbüste einer jungen Frau aus dem 19. Jahrhundert, die von einem zarten Schleier umweht zu sein scheint. Obwohl aus steinhartem Material hergestellt, hat der Betrachter den Eindruck, einen hauchfeinen Stoff zu sehen, der sich beim nächsten Luftzug sogar bewegen könnte.

Sich mit optischen Täuschungen oder visuellen Illusionen zu verblüffen, war schon immer ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Das Auge oder vielleicht besser das Gehirn lässt sich täuschen, von Linien, Farben, Kontrasten und Perspektiven. Das hat die Kunst sich schon lange zunutze gemacht. Aber auch der Film ist im Grunde ein Betrug am Auge, denn die schnelle Abfolge von Einzelbildern erzeugt beim Zuschauer die Illusion der Bewegung.

Media_httpaugenvenivi_zepfv

Verblüffend und spannend sind immer wieder die Vexierbilder, die zwei konträre Aussagen haben, je nachdem, wie man sie betrachtet. Da sieht der Betrachter einmal die Dame vor dem Schminktisch, und wenn er wieder hinschaut, blickt er auf einen Totenschädel. „All is vanity“ – alles ist Eitelkeit – hat der Maler das Bild genannt.

(Foto der Statue: Linda Spashett, Storye_book, Bankfield Museum, Halifax, West Yorkshire, England; Foto der Nonnen: Anton aus de.wikipedia.org; Gemälde: „All is Vanity“ von C. Allan Gilbert)

 

#Fisch ist gut für die Augen

Media_httpwwwaugenven_hljgt

Wer viel Fisch isst, schützt seine Augen durch Omega-3-Fettsäuren vor altersbedingter Makuladegeneration (AMD). Neueste Studien mit insgesamt 90.000 Teilnehmern weisen darauf hin, dass fettreicher Fisch das Risiko einer Netzthauterkrankung senkt. AMD ist die häufigste Ursache für den Verlust der Sehfähigkeit im Alter, vor allem in Industrieländern. Die Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil der Netzhaut, daher glauben Mediziner schon länger, dass diese Fette vor AMD-Erkrankungen schützen. Schon ein wöchentlich zweimaliger Fischkonsum schützt sowohl vor der trockenen Frühform als auch vor der feuchten Spätform der Krankheit.