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Mikronährstoffe bei Altersbedingter Makuladegeneration

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Vortrag von Dr. Angela Zipf-Pohl im Ruhr Museum – Artikel in den Ophthalmologischen Nachrichten

Zum Thema „Mikronährstoffe bei Altersbedingter Makuladegeneration“ hat Dr. Angela Zipf-Pohl einen Vortrag im Ruhr Museum in Essen gehalten, der auch in den Ophthalmologischen Nachrichten, der Zeitschrift für Augenheilkunde, abgedruckt wurde. Wir geben Ihnen den Vortrag hier verkürzt wieder:

Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist der häufigste Grund für schwere Sehbehinderungen in den Industrienationen. Der Verlust des Sehvermögens stellt für die Betroffenen eine starke Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Die Retina (Netzhaut des Auges) ist besonders anfällig für oxidative Schäden, denn sie ist zeitlebens einer hohen energetischen Strahlung ausgesetzt. Wenn die Stoffwechselprozesse auf der Retina nur noch unzureichend ablaufen, kann sich Lipofuszin bilden. Die Folge sind Ablagerungen, die so genannten Drusen.

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Um den oxidativen Stress so gering wie möglich zu halten, benötigen die Photorezeptoren und das umliegende Gewebe ausreichend Antioxi-danzien wie zum Beispiel die Vitamine C und E. Eine wichtige Rolle spielen außerdem die sekundären Pflanzenstoffe Lutein und Zeaxanthin, die in der Macula lutea natürlicherweise bereits in großer Menge enthalten sind. Sie schützen die an mehrfach ungesättigten Fettsäuren reichen Membranen im Außensegment der Photorezeptoren vor photooxidativen Schäden. Zudem wirken sie für die Photorezeptoren wie eine „innere Sonnenbrille“.

Bei AMD-Patienten ist die Konzentration von Carotinoiden im Makulabereich verringert. Untersuchungen haben gezeigt, dass mit der Supplementierung von Lutein und Zeaxanthin diese Konzentration erhöht und der Verlauf einer AMD positiv beeinflusst werden kann. Weiterhin wurde gezeigt, dass die ergänzende Einnahme von Lutein beziehungsweise Lutein plus Antioxi-danzien die Makula-Pigmentdichte und so die Visus- und Kontrastsensitivität erhöhen kann.

Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in der Makula hat mehrere Funktionen: Die ungesättigten Fettsäuren wirken entzündungshemmend, sie stabilisieren die Zellmembranen und verbessern die endotheliale Zellfunktion. Deshalb kann eine ungenügende Zufuhr zu einem abnormalen retinalen Metabolismus führen. Besonders ältere AMD-Patienten können den erhöhten Bedarf an Mikronährstoffen häufig nicht über die Nahrungsaufnahme decken. Mit der Supplementierung von ausgewogen dosierten Mikronährstoffkombinationen lässt sich die AMD positiv beeinflussen, der oxidative Stress wird reduziert und ein optimaler Makula-Schutz erreicht.

 

Müde Augen im Straßenverkehr

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Fahren bei Dunkelheit ist anstrengend, aber es gibt Entspannungsübungen für die Augen. Bei längeren Fahrten in der Dunkelheit sollten Fahrer öfter kurze Pausen einlegen. Das hilft nicht nur bei der Konzentration, sondern gibt auch den Augen Gelegenheit zum Entspannen. Mehrere kürzere Pausen sind besser als eine lange Rast.

Ein leichtes Massieren der Augengegend mit den Handballen ist Wellness für strapazierte Augen. Halten Sie Ihre Augen mehrmals einige Sekunden leicht geschlossen und öffnen Sie sie dann langsam wieder, wie morgens beim Aufwachen.
Wenn Ihre Augen von der Anstrengung trocken, gerötet oder gereizt sind, können im Einzelfall Augentropfen oder andere Medikamente Linderung verschaffen. Überprüfen Sie aber bitte unbedingt, ob Sie mit diesen Mitteln anschließend noch fahrtüchtig sind!

 

Zwischendurch mal zwinkern#trockene Augen

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So bleiben die Augen im Winter gesund

Die Winterzeit macht der Haut und den Augen zu schaffen. Für den Teint gibt es gute Feuchtigkeitscremes, aber wie kann man der Horn- und Bindehaut der Augen helfen, wenn sie durch Heizungsluft ausgetrocknet wird? Oder mit dem Wechsel zwischen kalten Außentemperaturen und gut geheizten Innenräumen zurechtkommen müssen?

Häufig reicht schon regelmäßiges Stoßlüften, um die Augen zu schonen. Auch Wasserschalen auf den Heizkörpern tragen zu einer ausgewogenen Luftfeuchtigkeit bei. Zugluft sollte man tunlichst vermeiden, denn sie kann die Augenoberfläche reizen und ihr zusätzlich Feuchtigkeit entziehen. Wenn die Augen bereits gestresst sind, reagieren sie übrigens noch empfindlicher auf einseitige Belastungen wie etwa langes Arbeiten am Bildschirm. Regelmäßige Pausen und bewusst häufiges Zwinkern sind daher Pflicht.

Mit der Sonne sollte man im Winter besonders aufpassen. Beim Wintersport sollte man immer an den passenden Sonnenschutz für die Augen denken. Gerade in den Bergen ist ein optimaler Schutz wichtig, da die Intensität der Sonnenstrahlung mit der Höhe zunimmt. Außerdem schützt eine gute Sonnenbrille vor der frostigen Zugluft bei der Abfahrt. Wer seine Augen schutzlos Wind und Wetter aussetzt, dem drohen Entzündungen der Horn- oder der Bindehaut. Langfristig können die UV-Strahlen außerdem die Linse eintrüben und das Sehvermögen einschränken.

Besonders gefährdet sind die Augen, wenn Schnee liegt, denn dieser reflektiert bis zu 95 Prozent des Lichtes. Einen optimalen Sonnenschutz gewährleisten Sonnenbrillen mit Breitband-UV-Schutz und einem passgenauen Gestell. Ganz wichtig ist, dass die Brille das CE-Zeichen trägt. Es garantiert, dass das Modell den in Europa gültigen Qualitätsanforderungen entspricht. Ein ausreichender Seitenschutz schützt die Augen vor seitlich einfallender UV-Strahlung.

 

Vitamin A #Vitamin-Geschichten

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Ohne dieses Vitamin tappten wir alle im Dunkeln

Unser Augenlicht ist von Vitamin A abhängig, denn Retinol, so die chemische Bezeichnung, ist Bestandteil des ,,Sehpurpurs“ Rhodopsin. In den Stäbchenzellen der Retina zerschlägt jeder Lichtimpuls ein Rhodopsin-Molekül in das Protein Opsin und Retinal und ermöglicht uns über eine Kaskade von Reaktionen, Licht zu sehen.

Fehlt Vitamin A oder dessen Vorstufe Beta-Carotin im Speiseplan, können wir Hell und Dunkel nicht mehr unterscheiden und unsere Sehkraft schwindet schleichend – zuerst in der Dämmerung oder bei schlechten Lichtverhältnissen, daher der Name Nachtblindheit. Diese wurde im Gegensatz zu den weniger spezifischen Symptomen eines Vitamin-A-Mangels (wie trockenen Schleimhäuten und schuppiger Haut) schon früh als eine Krankheit beschrieben, die mit speziellen Lebensmitteln geheilt werden konnte.
Schon 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung behandelte man in Ägypten Nachtblinde mit Leber. Das wissen wir aus einem ,,Schnäppchen“, welches ein gewisser Georg Ebers im vorletzten Jahrhundert von Grabräubern zum Dumping-Preis erwarb. Seine 18 Meter lange Papyrusrolle mit dem medizinischen Wissen der ägyptischen Hochkultur enthält allein 100 Rezepte zur Behandlung von Augenkrankheiten. Zielsicher setzten die Mediziner von einst bei Nachtblindheit das effektivste Lebensmittel gegen Retinol-Mangel ein – natürlich ohne je von Vitamin A gehört zu haben: Man solle Leber essen und die Pupillen mit Rinderfett ölen, lautete die Empfehlung. Der erste Teil dieser Behandlungsmethode überdauerte – zumindest im Prinzip – immerhin 3500 Jahre Medizingeschichte.

Vitamin A kommt hauptsächlich in Fleisch, Milch und Eiern vor – alles Lebensmittel, die sehr armen Bevölkerungsschichten in der Regel nicht zur Verfügung stehen. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts kam es auch in Deutschland zu Mangelkrankheiten aufgrund der schlechten Vitamin-A-Versorgung. Ein prominentes Beispiel ist der Schriftsteller Karl May, der in seiner frühen Kindheit wahrscheinlich aufgrund eines Vitamin-A-Mangels erblindete.
May schreibt in seiner Autobiografie: ,,Daß ich kurz nach der Geburt sehr schwer erkrankte, das Augenlicht verlor und volle vier Jahre siechte, war nicht eine Folge der Vererbung, sondern der rein örtlichen Verhältnisse, der Armut, des Unverstandes und der verderblichen Medikastereil*, der ich zum Opfer fiel. Sobald ich in die Hand eines tüchtigen Arztes kam, kehrte mir das Augenlicht wieder, und ich wurde ein höchst kräftiger und widerstandsfähiger Junge.“ Mit fünf Jahren gewann der Winnetou-Erfinder sein Augenlicht zurück, möglicherweise weil ein Dresdener Spezialist Lebertran empfahl.

Obwohl wir heute über die Bedeutung von Vitamin A für die Sehkraft, die lnfektabwehr und die frühkindliche Entwicklung gut informiert sind, bleiben die Folgen des Vitamin-A-Mangels in vielen Ländern der Dritten Welt ein Problem. Hilfsorganisationen verteilen Vitamin-A-Tabletten und Gentechniker kreieren Gewächse, die sich selbst mit Beta-Carotin anreichern. Ihr ,,goldener Reis“ soll auch den Menschen das Augenlicht bewahren, die auf geschälten Reis als billige Einheitskost angewiesen sind. Es wird allerdings noch darum gestritten, ob ,,Hightech“-Pflanzen gesunde Mischkost ersetzen sollten.
Erste Hinweise deuten an, dass Vitamin A auch der Gesundheit der freiwillig fehlernährten Bewohner der lndustrienationen förderlich sein könnte: Kürzlich veröffentlichte Untersuchungen an Fettgewebszellen zeigen, dass Vitamin A die Produktion eines Stoffs namens Resistin hemmt, der mit der lnsulinresistenz in Verbindung gebracht wird. lnsulinresistenz begünstigt Übergewicht und die Entwicklung von Diabetes. Die Zunahme der lnsulinresistenz in unserer Bevölkerung stellt ein großes Problem dar. Weitere Studien sollen nun klären, ob eine optimale Vitamin-A-Versorgung evtl. das Diabetesrisiko senken kann.

*Medikasterei: Kurpfuscherei

Quelle: Hans Konrad Biesalski; Daniela Kleiböhmer; Raymond Côme: Vitamin-Geschichten, Orthomol Herausgeber, 2005/2006
ISBN-10: 3-00-018902-5
ISBN-13: 978-3-00-018902-9

 

Augenerkrankungen bei Kindern rechtzeitig erkennen

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Jedes zehnte Kleinkind sieht schlecht, warnt der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA). Schielen und Fehlsichtigkeit sind die häufigsten Diagnosen, die unbehandelt zu Sehschwächen führen und daher unbedingt therapiert werden müssen. „Wenn ein Kind nur unscharfe Bilder wahrnimmt, kann das junge Gehirn das Sehen nicht richtig lernen“, erklärt Augenärztin Dr. Julia Huth.

Der weitaus größte Teil an Informationen wird über die Augen aufgenommen und es leuchtet ein, dass ein gesundes Zusammenspiel von Augenfunktionen und Informationsverarbeitung im Gehirn für die Entwicklung eines Kindes wichtig ist.
Eltern sollten daher mit ihren Kindern frühzeitig zum Augenarzt gehen und das Sehvermögen testen lassen. „Spätestens im dritten Lebensjahr“ empfiehlt Dr. Huth Eltern, einen Augenarzt-Termin für ihre Sprösslinge zu vereinbaren.

Kinder entdecken ihren Sehfehler nur selten selbst. Gerade sehr kleinen Kindern fällt es nicht auf, dass sie unscharf sehen – wenn sie nie ein anderes Seherlebnis gehabt haben. Und sie sind nur unzureichend in der Lage, über ihr Sehvermögen Auskunft zu geben.

Augenärzte müssen daher besonders geschult sein für Sehentwicklungsstörungen bei Kindern und die Testverfahren auf die kleinen Patienten abstimmen, die einen Apfel von einer Birne unterscheiden können, aber kein X von einem U.

Kinder: Wann zum Sehtest?

Unbedingt mit ihrem Kind einen Termin beim Augenarzt machen sollten Eltern, wenn das Kind

  •     sich ständig die Augen reibt,
  •     eine getrübte Hornhaut hat,
  •     ein Augenzittern zeigt,
  •     den Kopf zwanghaft schief hält,
  •     schielt,
  •     fehlsichtige Eltern hat oder wenn
  •     es erbliche Vorbelastungen in der Familie gibt.


Der Sehtest beim Augenarzt gehört nicht zu den Pflichtuntersuchungen, wird aber im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung 7a von den meisten Krankenkassen übernommen.

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Augencheck zum Schulstart

Vor der Einschulung sollten Eltern unbedingt einen Besuch beim Augenarzt einplanen. Unerkannte Sehstörungen dämpfen die Lernfreude der kleinen Schulneulinge, wenn sie nicht genau erkennen können, was an der Tafel steht. Fehlsichtigkeit kann mitunter die Ursache von Lese-Rechtschreibschwächen und schlechten Schulnoten, Kopfschmerzen und Lernunwilligkeit sein.

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Was ist ein Hordeolum?

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Im Volksmund ist das Hordeolum auch als Gerstenkorn bekannt. Es bezeichnet eine Entzündung der Drüsen am Augenlid.

In den meisten Fällen wird das Gerstenkorn durch eine Infektion mit Staphylokokken ausgelöst, kann aber in Einzelfällen auch durch Streptokokken entstehen. An sich ist dies Gerstenkorn eine harmlose Infektion. Treten diese Entzündungen jedoch häufig auf, spricht dies entweder für ein geschwächtes Immunsystem oder für eine ständige Wiederinfektion, zum Beispiel durch Reiben der Augen mit schmutzigen Händen. Erstes Anzeichen für ein Gerstenkorn ist eine schmerzende, rötliche Schwellung am Lid, die sich im schlimmsten Fall immer weiter entzündet, einen eitrigen Verlauf nimmt und sich ausweitet. Es kann zu Fieber, einer Abzessbildung und einer Entzündung des kompletten Auges kommen. Da die Infektion bakteriell ist, sollte das Gerstenkorn nicht berührt werden, da man andere Hautstellen infizieren könnte.

Der Augenarzt wird eine antibiotische Salbe und falls nötig auch antibiotische Augentropfen verschreiben. Normalerweise bricht das Gerstenkorn nach einigen Tagen Behandlung von selber auf. Sollte dies nicht der Fall sein, auf keinen Fall selber Hand anlegen, denn bei falschem Ausdrücken können die Bakterien in eine ableitende Vene geraten und so den ganzen Körper befallen. Hier sollte der Arzt ein weiteres Mal konsultiert werden. Der Augenarzt kann das Gerstenkorn mit einem kleinen Einstich öffnen und weiterbehandeln. Linderung und ein Abschwellen in der Akutphase können durch eiskalte Löffel herbeigeführt werden. Hierzu einfach einen Teelöffel ca. 2 – 3 Std. in das Tiefkühlfach legen und auf das entzündete Lid halten.