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Kostbare Goldschmiedekunst: der Marienschrein aus Tournai

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Wertvollstes Exponat der Ausstellung „Goldene Pracht“ stammt aus der Werkstatt des Nikolaus von Verdun

Die Versicherungssumme im achtstelligen Bereich macht den mittelalterlichen Marienschrein aus dem belgischen Tournai zur teuersten Leihgabe der Münsteraner Ausstellung „Goldene Pracht“, die noch bis zum 28. Mai 2012 zu sehen ist. Die Ausstellung präsentiert auf 1.500 Quadratmetern 300 herausragende Werke der Goldschmiedekunst des 10. bis 16. Jahrhunderts. Sie ist ein Kooperationsprojekt des Bistums Münster, des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Universität Münster.

Das wichtigste Stück der Ausstellung, der Marienschrein aus Tournai, ist von besonderer kunsthistorischer Bedeutung: Er stammt nämlich aus der berühmten Werkstatt des Nikolaus von Verdun, der auch wesentliche Teile des Dreikönigsschreins im Kölner Dom gefertigt hat. „Es handelt sich um eines der wenigen Stücke mit einer Inschrift, die auf den Meister Nikolaus von Verdun verweist“, erklärt Dr. Petra Marx, Mittelalter-Expertin des LWL-Landesmuseums.
Der Marienschrein wird in der Ausstellung neben dem Beckumer Prudentia-Schrein erstrahlen, der in heimischer Goldschmiedeproduktion entstanden ist. Die Kuratoren stellen in der Schau westfälische und internationale Werke gegenüber. So lassen sich laut Marx nicht nur künstlerische Einflüsse auf die westfälische Kunst entdecken, sondern auch die hohe Qualität der Objekte.

Die Form des Schreins folgt der Tradition der Hausschreine, wie sie seit dem 12. Jahrhundert zwischen Nordfrankreich und dem Rheinland nachweisbar sind. Auf dem Reliquiar sind das Marienleben sowie die Passion Christi abgebildet. Auffällig ist die plastische Gestaltung der vergoldeten Figuren auf blauer Emaille, die sich vom Hintergrund lösen und die dargestellten Szenen damit beinahe dreidimensional wirken lassen.

Goldene Pracht – Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen, Ausstellung im LWL-Landesmuseum und in der Domkammer zu Münster, bis 28. Mai 2012. Di bis So 10.00 bis 18.00 Uhr, Do 10.00 bis 21.00 Uhr, www.goldene-pracht.de

In zweistelliger Millionenhöhe versichert wurde der Marienschrein – hier bei seiner Ankunft – für die Ausstellung „Goldene Pracht“. Er stammt, wie der Dreikönigsschrein im Kölner Dom, aus der berühmten Werkstatt des Nikolaus von Verdun.

Foto: LWL (lwl)

 

August Macke unterwegs

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Copyright August Macke Haus

Bilder seiner Reisen bis zum 28. Mai 2012 in Bonn zu sehen

Zum 125. Geburtstag von August Macke (1887–1914) widmet sich das August Macke Haus in Bonn den zahlreichen Reisen des Künstlers. Obwohl Macke nur 27 Jahre alt wurde, hat er in seinem kurzen Leben viele Länder gesehen, denn seit 1904 unternahm er fast jedes Jahr eine oder mehrere Reisen.

Erste „Kunstreisen“ führten den jungen Studenten an den Rhein und in die Eifel. Zwei Mal brach er nach Italien auf und setzte sich in mehreren oberitalienischen Städten mit hochrangigen Kunstwerken vergangener Epochen auseinander: 1905 zusammen mit seinem Freund und späteren Schwager Walter Gerhardt und 1908 in Begleitung seiner Freundin Elisabeth und ihres Onkels Bernhard Koehler. Mehrfach fuhr er nach Holland und Belgien, einerseits um sich hier an der See zu erholen, andererseits der Kunst wegen. Zudem bereiste er die damals wichtigsten Metropolen in Europa: London und Paris.

Berühmt geworden ist August Mackes letzte Fahrt, die Tunisreise, die der orientbegeisterte Künstler im April 1914 – nur wenige Monate vor seinem Kriegstod – zusammen mit den Schweizer Malern Paul Klee und Louis Moilliet unternahm. Erstmals verließ er Europa und tauchte in eine ihm völlig fremde Kultur und Landschaft ein, der er gänzlich neue visuelle Eindrücke von Licht und Farbigkeit verdankte.

Die Ausstellung präsentiert Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde von August Macke, die auf seinen Reisen entstanden sind. Ergänzt werden sie von Dokumenten, Briefen und Ansichtskarten, die August Macke und seine Begleiter während der Reisen an Familie und Freunde schrieben, sowie von historischen Postkarten und Reiseführern, die die Reiseziele des Künstlers veranschaulichen und die Reiseverläufe nachvollziehbar machen.

August Macke Haus, Bornheimer Straße 96, 53119 Bonn, Tel. 0228 / 655531, Di bis Fr 14.30 bis 18 Uhr, Sa, So u. Feiertage 11 bis 17 Uhr, Mo geschlossen. www.august-macke-haus.de

 

Kunst und Kultur in und um Köln

Vom 5. Februar bis zum 15. Mai 2011 zeigt das Walraff-Richartz-Museum in Köln eine Ausstellung von Werken des Künstlers Alexandre Cabanel. Mehr als 60 Werke des Künstlers sind in der Ausstellung zu sehen, die in Kooperation mit dem Musée Fabre in Montpellier möglich wurde. Alexandre Cabanel wurde im Jahr 1823 in Montpellier geboren und verstarb 1889. Cabanel war einer der wichtigsten französischen Künstler des 19. Jahrhunderts. Er entdeckte früh sein malerisches Talent und erhielt dank eines Stipendiums seine Ausbildung an der Pariser École des Beaux Arts. In Rom studierte er die Werke Raffaels und Michelangelos und malte nach ihrem Vorbild viele große Gemälde mit mythologischem Inhalt.
In Paris wurde er bald zum begehrten Porträtmaler bei den Damen des Adels. 1863 feierte er einen bahnbrechenden Erfolg mit seinem Werk „Geburt der Venus“. Einen weiteren Erfolg verbuchte Cabanel mit seinem Kolossalwerk „Die Vertreibung aus dem Paradies“,  welches König Ludwig II. von Bayern zur Weltausstellung in Auftrag gegeben hatte. Dieses Bild befindet sich heute im Maximilianeum in München. Cabanel unterrichtete an der École des Beaux Arts und anderen Akademien die Grundlagen der klassizistischen Malerei.
Das Walraff-Richartz-Museum konnte für diese Sonderausstellung den französischen Modeschöpfer Christian Lacroix gewinnen. Er wird eine spezielle Ausstellungsarchitektur für die Sonderschau der Bilder Cabanels entwerfen.

Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag:
10:00 – 18:00 Uhr
Donnerstag: Abendöffnung bis
22:00 Uhr (außer an Feiertagen)
Samstag, Sonntag und Feiertag:
11:00 – 18:00 Uhr

Während der Karnevalstage bleibt das Museum geschlossen.


Adresse
Obenmarspforten, 50667 Köln
www.wallraf.museum

Kunst und Kultur in und um Köln #Events

Museum Ludwig:


Bis 30. Oktober: „Roy Lichtenstein – Kunst als Motiv“


Noch bis zum 30. Oktober zeigt das Museum Ludwig eine Zusammenstellung der Werke von Roy Lichtenstein unter dem Titel „Roy Lichtenstein – Kunst als Motiv“. Lichtenstein gilt neben Andy Warhol als einer der Meister der Pop-Art. Die Ausstellung zeigt rund 100 Exponate Lichtensteins. Neben großformatigen Pop-Art-Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen werden auch einige seiner Frühwerke gezeigt. Motive aus Konsum und Comic inspirierten Lichtensteins Werke, die er aus Punkten und Farbflächen zusammensetzte.

Quelle: koeln.de

 

Museum für Angewandte Kunst:

29. Oktober bis 14. November: Kölner Design Preis 2010

Zum dritten Mal wird am 29. Oktober der Design-Nachwuchs mit dem „Kölner Design Preis“ und dem „Kölner Design Preis International“ geehrt. Ausgezeichnet werden ausschließlich Abschlussarbeiten von Designstudierenden. Die Preisverleihung, die von der Köln International School of Design (KISD) organisiert wird, findet zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung im Museum für Angewandte Kunst statt. Hier werden auch alle nominierten Arbeiten in einer Sonderausstellung präsentiert.

6. November bis 30. Januar 2011: Istanbul Fashion

Das Museum für Angewandte Kunst zeigt in der Ausstellung „Istanbul Fashion“ eine Auswahl an Mode-Entwürfen aus vergangenen und aktuellen Kollektionen der wichtigsten und kreativsten Mode-Designer Istanbuls. Zu den beteiligten Designerinnen und Designern zählen sowohl international renommierte Labels als auch Newcomer. Die junge türkische Künstler- und Designerszene ist wie kaum eine andere in Europa von einem innovativen Aufbruch in das 21. Jahrhundert geprägt. Die Ausstellung gibt einen repräsentativen Überblick über die pulsierende, westlich orientierte türkische Modeszene, die sich vornehmlich in der kulturellen Hauptstadt des Landes, in Istanbul konzentriert.