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August Macke unterwegs

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Copyright August Macke Haus

Bilder seiner Reisen bis zum 28. Mai 2012 in Bonn zu sehen

Zum 125. Geburtstag von August Macke (1887–1914) widmet sich das August Macke Haus in Bonn den zahlreichen Reisen des Künstlers. Obwohl Macke nur 27 Jahre alt wurde, hat er in seinem kurzen Leben viele Länder gesehen, denn seit 1904 unternahm er fast jedes Jahr eine oder mehrere Reisen.

Erste „Kunstreisen“ führten den jungen Studenten an den Rhein und in die Eifel. Zwei Mal brach er nach Italien auf und setzte sich in mehreren oberitalienischen Städten mit hochrangigen Kunstwerken vergangener Epochen auseinander: 1905 zusammen mit seinem Freund und späteren Schwager Walter Gerhardt und 1908 in Begleitung seiner Freundin Elisabeth und ihres Onkels Bernhard Koehler. Mehrfach fuhr er nach Holland und Belgien, einerseits um sich hier an der See zu erholen, andererseits der Kunst wegen. Zudem bereiste er die damals wichtigsten Metropolen in Europa: London und Paris.

Berühmt geworden ist August Mackes letzte Fahrt, die Tunisreise, die der orientbegeisterte Künstler im April 1914 – nur wenige Monate vor seinem Kriegstod – zusammen mit den Schweizer Malern Paul Klee und Louis Moilliet unternahm. Erstmals verließ er Europa und tauchte in eine ihm völlig fremde Kultur und Landschaft ein, der er gänzlich neue visuelle Eindrücke von Licht und Farbigkeit verdankte.

Die Ausstellung präsentiert Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde von August Macke, die auf seinen Reisen entstanden sind. Ergänzt werden sie von Dokumenten, Briefen und Ansichtskarten, die August Macke und seine Begleiter während der Reisen an Familie und Freunde schrieben, sowie von historischen Postkarten und Reiseführern, die die Reiseziele des Künstlers veranschaulichen und die Reiseverläufe nachvollziehbar machen.

August Macke Haus, Bornheimer Straße 96, 53119 Bonn, Tel. 0228 / 655531, Di bis Fr 14.30 bis 18 Uhr, Sa, So u. Feiertage 11 bis 17 Uhr, Mo geschlossen. www.august-macke-haus.de

 

Illusionen fürs Auge#optische Täuschung

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Mit optischen Täuschungen spielt die Kunst schon lange

Illusionen zu malen war in der Renaissance besonders beliebt. Da schaute man durch aufgemalte Fenster auf Landschaften, die es gar nicht gab. Blickte in Kuppeln, die nur durch geschicktes Gestalten der Perspektiven dem Betrachter Tiefe und Weite vorgaukelten, ohne wirklich vorhanden zu sein.

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„Trompe l’oeil“ – täusche das Auge – hieß diese Kunst, die mit raffinierter perspektivischer Darstellung eine nicht vorhandene Räumlichkeit vortäuschen konnte. Unklare Raumzuschnitte sollten so optisch verbessert, Räume zum Ruhme des Auftraggebers geschickt vergrößert werden. Die Entdeckung der Perspektive und neue Erkenntnisse im Bereich der Optik machten das illusionistische Malen möglich.

Aber nicht nur in der Malerei, auch bei Skulpturen gibt es verblüffende Formen der optischen Täuschung wie z. B. die Marmorbüste einer jungen Frau aus dem 19. Jahrhundert, die von einem zarten Schleier umweht zu sein scheint. Obwohl aus steinhartem Material hergestellt, hat der Betrachter den Eindruck, einen hauchfeinen Stoff zu sehen, der sich beim nächsten Luftzug sogar bewegen könnte.

Sich mit optischen Täuschungen oder visuellen Illusionen zu verblüffen, war schon immer ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Das Auge oder vielleicht besser das Gehirn lässt sich täuschen, von Linien, Farben, Kontrasten und Perspektiven. Das hat die Kunst sich schon lange zunutze gemacht. Aber auch der Film ist im Grunde ein Betrug am Auge, denn die schnelle Abfolge von Einzelbildern erzeugt beim Zuschauer die Illusion der Bewegung.

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Verblüffend und spannend sind immer wieder die Vexierbilder, die zwei konträre Aussagen haben, je nachdem, wie man sie betrachtet. Da sieht der Betrachter einmal die Dame vor dem Schminktisch, und wenn er wieder hinschaut, blickt er auf einen Totenschädel. „All is vanity“ – alles ist Eitelkeit – hat der Maler das Bild genannt.

(Foto der Statue: Linda Spashett, Storye_book, Bankfield Museum, Halifax, West Yorkshire, England; Foto der Nonnen: Anton aus de.wikipedia.org; Gemälde: „All is Vanity“ von C. Allan Gilbert)