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Nicht immer sind die Pollen schuld

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Rote Augen können viele Ursachen haben

Kaum blühen rundum die Bäume und Blumen, beginnt für viele Menschen eine Leidenszeit: Die Augen jucken, tränen und schwellen an, die Bindehaut wird rot. Die Diagnose „allergische Bindehautentzündung“ liegt nahe. Eine augenärztliche Untersuchung schafft hier Sicherheit und schließt aus, dass ernstere Ursachen dahinterstecken. Mit Augentropfen kann der Augenarzt die lästigen Symptome in der Regel schnell in den Griff bekommen.
Pflanzenpollen gehören zu den häufigsten Auslösern der allergischen Bindehautentzündung, auch Hausstaub, Tierhaare oder Schimmelpilze kommen in Frage. Die Symptome, die sie hervorrufen, sind unangenehm – und vor allem bedürfen sie einer fachkundigen Untersuchung. „Ein gereiztes Auge ist ein Symptom, das ganz verschiedene Ursachen haben kann“, erklärt Prof. Dr. Philipp Jacobi, Augenzentrum VENI VIDI. „Es ist immer eine diagnostische Herausforderung für den Augenarzt, denn neben einer Allergie können auch Viren oder Bakterien die Ursache der Entzündung sein, möglicherweise kommen auch Verletzungen der Hornhaut oder ernstere Entzündungen der Regenbogenhaut oder Lederhaut in Betracht.“

Jede Entzündung ernst nehmen
Die Faustregel lautet deshalb: Jede Bindehautentzündung, die nicht innerhalb von 24 Stunden ohne Behandlung abklingt, sollte vom Augenarzt untersucht werden. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn die Entzündung mit starken Schmerzen im Augeninneren verbunden ist, mit einer Sehverschlechterung oder mit einer einseitigen Veränderung einer Pupille. Dann ist es wichtig, dass ein Facharzt umgehend die Ursache herausfindet und die entsprechende Behandlung beginnt, bevor das Auge irreparabel geschädigt wird.
Hat sich bei der Untersuchung der Verdacht bestätigt, dass es sich um eine Allergie handelt, dann sind antiallergische Augentropfen die beste Möglichkeit, um dem Patienten Linderung zu verschaffen. Sie blockieren den Botenstoff Histamin und verhindern so die Entzündungsreaktion. Sie sind gut verträglich und rasch wirksam. Nur in sehr seltenen Fällen ist es noch notwendig, eine allergische Bindehautentzündung mit Kortison zu behandeln.
„Wir bleiben draußen“ heißt es für Kontaktlinsen, solange die allergischen Symptome anhalten – wie auch sonst bei jeder Entzündung. Außerdem sollten Kontaktlinsen nicht direkt nach der Gabe von Augentropfen eingesetzt werden. Mindestens 15 Minuten sollte man warten, denn weiche Linsen können Wirkstoffe oder Konservierungsmittel speichern und so deren Wirkung auf das Auge beeinflussen. Grundsätzlich sollten Kontaktlinsenträger Augentropfen verwenden, die frei von Konservierungsmitteln sind.

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Zwischendurch mal zwinkern#trockene Augen

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So bleiben die Augen im Winter gesund

Die Winterzeit macht der Haut und den Augen zu schaffen. Für den Teint gibt es gute Feuchtigkeitscremes, aber wie kann man der Horn- und Bindehaut der Augen helfen, wenn sie durch Heizungsluft ausgetrocknet wird? Oder mit dem Wechsel zwischen kalten Außentemperaturen und gut geheizten Innenräumen zurechtkommen müssen?

Häufig reicht schon regelmäßiges Stoßlüften, um die Augen zu schonen. Auch Wasserschalen auf den Heizkörpern tragen zu einer ausgewogenen Luftfeuchtigkeit bei. Zugluft sollte man tunlichst vermeiden, denn sie kann die Augenoberfläche reizen und ihr zusätzlich Feuchtigkeit entziehen. Wenn die Augen bereits gestresst sind, reagieren sie übrigens noch empfindlicher auf einseitige Belastungen wie etwa langes Arbeiten am Bildschirm. Regelmäßige Pausen und bewusst häufiges Zwinkern sind daher Pflicht.

Mit der Sonne sollte man im Winter besonders aufpassen. Beim Wintersport sollte man immer an den passenden Sonnenschutz für die Augen denken. Gerade in den Bergen ist ein optimaler Schutz wichtig, da die Intensität der Sonnenstrahlung mit der Höhe zunimmt. Außerdem schützt eine gute Sonnenbrille vor der frostigen Zugluft bei der Abfahrt. Wer seine Augen schutzlos Wind und Wetter aussetzt, dem drohen Entzündungen der Horn- oder der Bindehaut. Langfristig können die UV-Strahlen außerdem die Linse eintrüben und das Sehvermögen einschränken.

Besonders gefährdet sind die Augen, wenn Schnee liegt, denn dieser reflektiert bis zu 95 Prozent des Lichtes. Einen optimalen Sonnenschutz gewährleisten Sonnenbrillen mit Breitband-UV-Schutz und einem passgenauen Gestell. Ganz wichtig ist, dass die Brille das CE-Zeichen trägt. Es garantiert, dass das Modell den in Europa gültigen Qualitätsanforderungen entspricht. Ein ausreichender Seitenschutz schützt die Augen vor seitlich einfallender UV-Strahlung.

 

Die Heuschnupfensaison ist wieder eröffnet

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Quelle: Pollenflugkalender – Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst

 

Allergische Bindehautentzündung wirksam behandeln. Vorsicht bei einseitiger Augenrötung.

Für viele Menschen ist der Frühsommer die schönste Jahreszeit. Die Sonne scheint, warme Temperaturen locken nach draußen und das Stimmungsbarometer schnellt nach oben. Aber für viele  Allergiker beginnt jetzt gerade die unschöne Jahreszeit: denn Gräser- und Blumenpollen fliegen wieder. Die Heuschnupfenzeit ist eröffnet.
Laut Statistischem Bundesamt leiden etwa 13 bis 24 Prozent der Deutschen unter diesem Krankheitsbild. Bedingt durch den saisonalen Pollenflug fängt die Nase an zu laufen, Niesattacken sind die Regel und häufig entwickelt sich eine allergische Bindehautentzündung, auch allergische Konjunktivitis genannt.

Das Immunsystem spielt verrückt
Das Immunsystem bekämpft tagtäglich Krankheitserreger und Schadstoffe, damit unser Körper gesund bleibt. Bei einer Allergie gerät dieses System aus dem Gleichgewicht und reagiert überempfindlich auf eigentlich harmlose Sub-stanzen. Beim Heuschnupfen werden die Pollen zu so genannten Allergenen, die beim körpereigenen Abwehrsystem Alarm auslösen.
Neben Pollen können aber auch Tierhaare, Hausstaub, Kosmetika, Lebensmittel und Medikamente zu Allergien führen. Man spricht hier von ganzjährig vorkommenden Allergieauslösern. Grundsätzlich kann jede Substanz, die in die Bindehaut gelangt, zu einer allergischen Bindehautentzündung führen. Die Bindehaut ist der Teil des Auges, der am häufigsten von Allergien betroffen ist. Hier spielen neben Pollen Kosmetika, Augentropfen, Medikamente, Kontaktlinsen und Konservierungsmittel häufig eine allergieauslösende Rolle.

Brennende Augen
Die allergische Bindehautentzündung äußert sich durch Juckreiz, Brennen, Schwellung, Rötung und Augentränen. Sie betrifft in der Regel beide Augen. Das Sehvermögen wird durch diese Form der Bindehautentzündung normalerweise nicht beeinträchtigt. In manchen Fällen kann aber ein störender milchiger Ausfluss vom Auge abgesondert werden. Mit einer medikamentösen Therapie, bei der antiallergische Augentropfen und Antihistamine eingesetzt werden, kann dem Patienten vom Augenarzt schnell und effektiv geholfen werden.

Tipps für Allergiker
Der Patient sollte versuchen, Allergene möglichst zu meiden. Bei Gräser- und Blumenpollen, die vom Wind durch die Luft getragen werden, ist das natürlich nicht immer möglich. Hier können Augenspülungen mit klarem Wasser helfen, die Allergene weitestgehend zu entfernen. Kühlkompressen verschaffen eine erste Linderung bei Schwellung, Juckreiz und Rötung. Auf Kamillenteekompressen am Auge sollte der Patient bei einer allergischen Konjunktivitis in jedem Fall verzichten, da die Kamille allergen wirken kann. Spezielle Pollenschutzgitter an Türen und Fenstern halten die kleinen Plagegeister draußen.

Allergie oder Infektion
Sollten Sie sich unsicher sein, ob es sich um eine allergische oder infektiöse Bindehautentzündung handelt, ist eine Abklärung durch den Augenarzt dringend zu empfehlen. Vor allem bei einer einseitig auftretenden Augenrötung muss an nichtallergische Ursachen gedacht werden.

Bei der infektiösen Form der Bindehautentzündung sind Viren oder Bakterien die Auslöser. Sie können nicht nur die Bindehaut reizen, sondern auch die Hornhaut und die inneren Strukturen des Auges angreifen. In diesem Fall wird der Augenarzt antibiotische Augentropfen und Salben verschreiben.


Volkskrankheit Bindehautentzündung

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Undurchsichtiger und eitriger Tränenfluß sind eindeutige Zeichen für eine infektionelle Bindehautentzündung und keine allergische Reaktion. In Deutschland leidet ca. ein Drittel der Allergiepatienten an allergischer Bindehautentzündung.

Eine allergische Bindehautentzündung ist die Folge einer Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Allergene. Hierzu zählen Pollen von Bäumen, Gräsern, Getreiden und Kräutern, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare, Lebensmittel, Lebensmittelzusätze, Kosmetika und Kontaktlinsepflegemittel. Die klassische allergische Bindehautentzündung tritt meist in Verbindung mit Heuschnupfen zu bestimmten Jahreszeiten auf. In diesem Fall ist sie meist mit einer Nasenschleimhautentzündung verknüpft. Anhand eines Pollenflugkalenders (siehe nächste Seite) kann man meist feststellen, um welchen Auslöser es sich handelt. Gewissheit liefert aber ein vom Arzt durchgeführter Allergietest. Die ganzjährige Form der allergischen Bindehautentzündung wird durch Allergene im häuslichen Umfeld oder durch Kosmetika ausgelöst. Hier spricht man von einer Kontaktallergie, die durch Reizstoffe wie Seife, Haarspray, Parfum, Augencreme und Augensalben ausgelöst werden kann. Begleitend zum geschwollenen Auge oder einem Ekzem tritt hier häufig auch eine allergische Bindehautentzündung auf.

Kontaktlinsenträger und Patienten mit Augenprothesen können auch auf Pflegemittel allergisch reagieren. Typische Beschwerden sind zunehmende Minderung der Sehschärfe, Brennen, Jucken, Fremdkörpergefühl und/oder Blendungsempfindlichkeit. Auch hier liefert ein Allergietest eindeutige Ergebnisse.

Mit einfachen vorbeugenden Maßnahmen kann man eine Allergie zwar nicht verhindern, aber abschwächen. Gehen Sie dem Allergen aus dem Weg. Pollenallergiker sollten bei starkem Pollenflug Fenster und Türen geschlossen halten oder Pollenschutzgitter anbringen. In der Pollenflugsaison sollte man abends kurz duschen und die Haare waschen, um Pollen zu entfernen. Auch kann man 14 Tage vor erwartetem Pollenflug das Auge mit Cromoglycintropfen vorbehandeln. Sie stabilisieren und Histaminbotenstoffe werden nicht freigesetzt. Eine allergische Reaktion bleibt aus oder findet abgeschwächt statt.

In jedem Fall sollte ein Augenarzt aufgesucht werden, der bestimmen kann, ob es sich um eine allergische oder infektionelle Bindhautentzündung handelt. Ist die Diagnose allergische Bindehautentzündung sicher, kann der Patient sich nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Da allergiehemmende Medikamente aber oft die Wirkung anderer Medikamente beeinflussen können, sollte ein Arzt auf jeden Fall zu Rate gezogen werden.

Dieser Pollenflugkalender ist heute noch aktuell: 

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