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Stress gelassen lassen - Yoga und autogenes Training helfen gegen Hektik

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Die heutige Arbeitswelt verlangt von denmeisten Menschen höchste Konzentration und Flexibilität trotz ständiger Überflutung mit Informationen. Stress und Hektik bestimmen den Arbeitsalltag. Findet man keinen geeigneten Ausgleich zum Abschalten und Runterkommen, können sich langsam seelische und körperliche Beschwerden bemerkbar machen. Werden diese ignoriert, wehrt sich der Körper mit einem totalen Zusammenbruch. Die Anzahl von Krankmeldungen aufgrund von Burn-out und Stresssymptomen ist in den letzten Jahren rasant angestiegen.

Was kann man also tun, um dem Körper und der Seele kurze Auszeiten zwischendurch zu gönnen? Es gibt verschiedene Entspannungstechniken, Atem- und Körperübungen, die dem Menschen Kraftreserven geben und Stress gezielt abbauen.

Yoga zum Beispiel vereint geistige und körperliche Übungen. Yoga ist eine sehr alte indische philosophische Lehre, deren Ziel das Einswerden mit Gott ist. In der westlichen Welt wird der religiöse Ansatz von Yoga eher durch einen ganzheitlichen Ansatz ersetzt: Einklang von Körper, Geist und Seele durch Körperübungen, Atemübungen, Tiefenentspannung und Meditation. In Deutschland wird Yoga meist als Gruppen- oder Einzelunterricht in Yogaschulen von ausgebildeten Yogalehrern angeboten. Viele Krankenkassen übernehmen einen Teil der Kosten.

Autogenes Training ist eine Entspannungstechnik, die auf Autosuggestion basiert. Sie wurde von dem Berliner Psychiater Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose entwickelt und 1926 erstmalig vorgestellt. Autogenes Training wird meist unter Anleitung eines erfahrenen Trainers in Gruppen vermittelt. In der Grundstufe werden sechs Übungen trainiert: Erleben der Schwere, Erleben der Wärme, Herzregulierung, Atemregulierung, Bauchwärme und Stirnkühlung. Autogenes Training hilft die Lebensqualität sowie sportliche und mentale Leistungen zu erhöhen, dem Burn-out-Syndrom vorzubeugen und Lernprobleme und Ängste abzubauen. Die meisten Menschen sind selber in der Lage, einen Zustand tiefer Entspannung allein mithilfe ihrer Vorstellungskraft zu erreichen. So lässt sich beispielsweise bei Personen, die sich vorstellen, ihre Arme werden warm, tatsächlich eine Zunahme der Oberflächentemperatur messen, die auf eine erhöhte Durchblutung zurückgeführt wird.

Auch ausreichend Bewegung und vitaminreiche Kost können dem Körper helfen, Stress abzubauen. Einfach mal einen Gang zurückschalten, die Freizeit nicht mit unnötigen Terminen überladen und auf sein Körper- und Bauchgefühl achten. Den Stress gelassen lassen.

Wenn es wieder flimmert und pocht #Migräne

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Migräneattacken kann man mit einem strukturierten Leben vorbeugen

Stress, Hormonschwankungen, Föhn: Die Liste der Faktoren, die als Auslöser von Migräne gelten, ist lang. So sind Migränepatienten ständig auf der Hut, um mögliche „Trigger“ ihrer Schmerzattacken zu meiden. Habe ich heute zu viel Schokolade gegessen? Sollte ich lieber auf das Gläschen Sekt verzichten? Wie bleibe ich trotz Ärger im Büro entspannt? Das sind nur einige Fragen, die sich Betroffene stellen, um die quälenden Schmerzen zu vermeiden, die wahrscheinlich von einer Nervenentzündung im Gehirn hervorgerufen werden.

Dabei ist die gängige Meinung, dass bestimmte Nahrungsmittel wie Käse oder Schokolade eine Migräneattacke auslösen, inzwischen überholt.

Schutzreflex des Körpers
„Tatsächlich ist es so, dass Betroffene mit Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel – zum Beispiel Süßes – reagieren, um ein Energiedefizit im Nervensystem zu kompensieren“, erklärt Professor Dr. Hartmut Göbel. „Das ist eine Art Schutzreflex des Körpers“, weiß der Chefarzt der Schmerzklinik Kiel und empfiehlt, jeden Tag zu strukturieren: „Ein geregelter Tagesablauf mit ausgewogener Ernährung, wenig Stress und regelmäßigen Pausen ist das A und O.“ Da Migränepatienten auf verschiedene Reize besonders schnell und aktiv reagieren, seien erholsame Unterbrechungen für sie dringend nötig.

Regelmäßig essen
Auch beim Essen rät Professor Göbel zur Regelmäßigkeit: „Letztlich kommt es vor allem darauf an, dass zwischen den Mahlzeiten keine allzu großen Pausen entstehen.“ Kommt es dennoch zu einem Migräneanfall, sollten Betroffene schnell mit Medikamenten reagieren. „Die heutigen Mittel der Wahl zur Behandlung von Migräneattacken sind Triptane, die nach Möglichkeit zu Beginn eines Migräneanfalls eingenommen werden – an maximal zehn Tagen im Monat“, erklärt der Chefarzt.
Das passende Präparat müsse in Absprache mit dem Arzt gefunden werden. „Zwar wirkt nicht jedes Triptan bei jedem Patienten gleich, aber einige Studien zeigen, dass der Wirkstoff Riza-triptan vom Körper besonders schnell aufgenommen wird und zuverlässig wirkt.“
(djd/pt)