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Vitamin A #Vitamin-Geschichten

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Ohne dieses Vitamin tappten wir alle im Dunkeln

Unser Augenlicht ist von Vitamin A abhängig, denn Retinol, so die chemische Bezeichnung, ist Bestandteil des ,,Sehpurpurs“ Rhodopsin. In den Stäbchenzellen der Retina zerschlägt jeder Lichtimpuls ein Rhodopsin-Molekül in das Protein Opsin und Retinal und ermöglicht uns über eine Kaskade von Reaktionen, Licht zu sehen.

Fehlt Vitamin A oder dessen Vorstufe Beta-Carotin im Speiseplan, können wir Hell und Dunkel nicht mehr unterscheiden und unsere Sehkraft schwindet schleichend – zuerst in der Dämmerung oder bei schlechten Lichtverhältnissen, daher der Name Nachtblindheit. Diese wurde im Gegensatz zu den weniger spezifischen Symptomen eines Vitamin-A-Mangels (wie trockenen Schleimhäuten und schuppiger Haut) schon früh als eine Krankheit beschrieben, die mit speziellen Lebensmitteln geheilt werden konnte.
Schon 1500 Jahre vor unserer Zeitrechnung behandelte man in Ägypten Nachtblinde mit Leber. Das wissen wir aus einem ,,Schnäppchen“, welches ein gewisser Georg Ebers im vorletzten Jahrhundert von Grabräubern zum Dumping-Preis erwarb. Seine 18 Meter lange Papyrusrolle mit dem medizinischen Wissen der ägyptischen Hochkultur enthält allein 100 Rezepte zur Behandlung von Augenkrankheiten. Zielsicher setzten die Mediziner von einst bei Nachtblindheit das effektivste Lebensmittel gegen Retinol-Mangel ein – natürlich ohne je von Vitamin A gehört zu haben: Man solle Leber essen und die Pupillen mit Rinderfett ölen, lautete die Empfehlung. Der erste Teil dieser Behandlungsmethode überdauerte – zumindest im Prinzip – immerhin 3500 Jahre Medizingeschichte.

Vitamin A kommt hauptsächlich in Fleisch, Milch und Eiern vor – alles Lebensmittel, die sehr armen Bevölkerungsschichten in der Regel nicht zur Verfügung stehen. Noch Mitte des 20. Jahrhunderts kam es auch in Deutschland zu Mangelkrankheiten aufgrund der schlechten Vitamin-A-Versorgung. Ein prominentes Beispiel ist der Schriftsteller Karl May, der in seiner frühen Kindheit wahrscheinlich aufgrund eines Vitamin-A-Mangels erblindete.
May schreibt in seiner Autobiografie: ,,Daß ich kurz nach der Geburt sehr schwer erkrankte, das Augenlicht verlor und volle vier Jahre siechte, war nicht eine Folge der Vererbung, sondern der rein örtlichen Verhältnisse, der Armut, des Unverstandes und der verderblichen Medikastereil*, der ich zum Opfer fiel. Sobald ich in die Hand eines tüchtigen Arztes kam, kehrte mir das Augenlicht wieder, und ich wurde ein höchst kräftiger und widerstandsfähiger Junge.“ Mit fünf Jahren gewann der Winnetou-Erfinder sein Augenlicht zurück, möglicherweise weil ein Dresdener Spezialist Lebertran empfahl.

Obwohl wir heute über die Bedeutung von Vitamin A für die Sehkraft, die lnfektabwehr und die frühkindliche Entwicklung gut informiert sind, bleiben die Folgen des Vitamin-A-Mangels in vielen Ländern der Dritten Welt ein Problem. Hilfsorganisationen verteilen Vitamin-A-Tabletten und Gentechniker kreieren Gewächse, die sich selbst mit Beta-Carotin anreichern. Ihr ,,goldener Reis“ soll auch den Menschen das Augenlicht bewahren, die auf geschälten Reis als billige Einheitskost angewiesen sind. Es wird allerdings noch darum gestritten, ob ,,Hightech“-Pflanzen gesunde Mischkost ersetzen sollten.
Erste Hinweise deuten an, dass Vitamin A auch der Gesundheit der freiwillig fehlernährten Bewohner der lndustrienationen förderlich sein könnte: Kürzlich veröffentlichte Untersuchungen an Fettgewebszellen zeigen, dass Vitamin A die Produktion eines Stoffs namens Resistin hemmt, der mit der lnsulinresistenz in Verbindung gebracht wird. lnsulinresistenz begünstigt Übergewicht und die Entwicklung von Diabetes. Die Zunahme der lnsulinresistenz in unserer Bevölkerung stellt ein großes Problem dar. Weitere Studien sollen nun klären, ob eine optimale Vitamin-A-Versorgung evtl. das Diabetesrisiko senken kann.

*Medikasterei: Kurpfuscherei

Quelle: Hans Konrad Biesalski; Daniela Kleiböhmer; Raymond Côme: Vitamin-Geschichten, Orthomol Herausgeber, 2005/2006
ISBN-10: 3-00-018902-5
ISBN-13: 978-3-00-018902-9

 

Bei AMD: Auf wichtige Mikronährstoffe achten

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Vitamine & Co. für die Augen
Mikronährstoffe sind Substanzen, die sowohl in der Nahrung als auch im Körper selbst natürlich vorkommen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, essenzielle Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe. Der Bedarf an Mikronährstoffen divergiert von Person zu Person und wird von Aspekten wie zum Beispiel Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, dem Alter, oder Erkrankungen wie beispielsweise der AMD beeinflusst. Bei Makuladegeneration sind insbesondere die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin, Vitamin A, C und E, Omega-3-Fettsäuren sowie die Spurenelemente Zink und Selen relevant.

Vielfältige Funktionen
Lutein und Zeaxanthin filtern in der Netzhautmitte, dem sogenannten gelben Fleck (Makula), wie eine natürliche Sonnenbrille kurzwelliges Licht und schützen so diese empfindliche Stelle des Auges. Gute Lieferanten für diese Carotinoide sind zum Beispiel Grünkohl, Spinat, Rucola oder Mais. In fast jeder Obst- oder Gemüsesorte steckt außerdem Vitamin C. Gemeinsam mit Vitamin A und E wirkt es antioxidativ und fängt schädliche freie Radikale ab. Die Spurenelemente Zink und Selen unterstützen die Funktion körpereigener antioxidativer Schutzsysteme und sind wesentliche Bestandteile wichtiger Enzyme im Auge. Relevant für den Schutz der Nervenzellen, unter anderem des Sehnervs, sind die B-Vitamine. Folsäure, Vitamin B6 und B12 bauen zudem die gefäßschädigende Substanz Homocystein ab. Lebensmittel wie Nüsse, Käse oder Vollkornprodukte sind reich an B-Vitaminen. Lachs, Forelle und Schwertfisch enthalten wichtige Omega-3-Fettsäuren. Diese sind hoch konzentriert in den Sinneszellen des Auges vorhanden und unentbehrlich für die Sehschärfe.

Orthomol Vision AMD®
Den Bedarf an Mikronährstoffen über die Nahrung zu decken, ist jedoch gerade für ältere Menschen oftmals schwer. Augenärzte raten AMD-Patienten und gefährdeten Personen daher häufig zu einer gezielten Supplementierung. Den erhöhten Mikronährstoff-Bedarf bei AMD kann Orthomol Vision AMD® decken. Die ergänzend bilanzierte Diät enthält eine Kombination aus 24 ausgewogen dosierten Mikronährstoffen und wurde speziell für die ernährungsmedizinische Unterstützung bei altersabhängiger Makuladegeneration entwickelt. Als weiteres Plus trägt es auch zur Unterstützung des Immun- und Nervensystems bei und leistet mit den Omega-3-Fettsäuren sowie B-Vitaminen einen wichtigen Beitrag zum Herz- und Gefäßschutz.
Das Premiumprodukt ist in Apotheken erhältlich.